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	<title>Schmalspurgeflüster</title>
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		<title>Schmalspurgeflüster</title>
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		<title>Kochen. Kühlen. Kneten. &#8211; Der strassenfeger zu Besuch bei der einzigen handwerklichen Bonbonmacherei Berlins</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 02:25:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marcelnakoinz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Strassenfegerartikel]]></category>
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		<description><![CDATA[Bis zu 800 begeisterte Augenpaare von Klein und Groß verfolgen am Tag jede seiner Handbewegungen hinter einer meterlangen Plexiglasscheibe. Seine Hände rühren mit einem langen Holzstab eine Zuckermasse, sie kneten die erhärtende Masse wie einen Pizzateig und führen ihn durch altertümliche Walzanlagen, um lauter kleine Förmchen entstehen zu lassen, die entfernt an farbige Weihnachtsplätzchen erinnern. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schmalspurgefluester.wordpress.com&amp;blog=8699221&amp;post=537&amp;subd=schmalspurgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_539" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2012/01/img_7752.jpg"><img class="size-full wp-image-539" title="Foto: Marcel Nakoinz" src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2012/01/img_7752.jpg?w=500&#038;h=333" alt="" width="500" height="333" /></a><p class="wp-caption-text">Zu Besuch in der einzigen Bonbonmacherei Berlins in der Oranienburger Straße</p></div>
<p>Bis zu 800 begeisterte Augenpaare von Klein und Groß verfolgen am Tag jede seiner Handbewegungen hinter einer meterlangen Plexiglasscheibe. Seine Hände rühren mit einem langen Holzstab eine Zuckermasse, sie kneten die erhärtende Masse wie einen Pizzateig und führen ihn durch altertümliche Walzanlagen, um lauter kleine Förmchen entstehen zu lassen, die entfernt an farbige Weihnachtsplätzchen erinnern. Das modernste Arbeitsgerät in der kleinen Manufaktur ist noch das digitale Thermometer, dass Hjalmar Stecher, einer der letzten handwerklichen Bonbonmacher Deutschlands in den Topf mit der aufkochenden Bonbonmasse steckt, da ein normales Gerät bei dem 150 Grad heißen Dampf sofort beschlagen würde. „Auf ein bisschen moderne Technik können auch wir nicht verzichten“, sagt Stecher und grinst schelmisch, wie es so seine Art ist.</p>
<div id="attachment_540" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2012/01/img_7956.jpg"><img class="size-medium wp-image-540" title="Foto: Marcel Nakoinz" src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2012/01/img_7956.jpg?w=300&#038;h=235" alt="" width="300" height="235" /></a><p class="wp-caption-text">Hjalmar Stecher bei seiner Passion</p></div>
<div id="attachment_542" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2012/01/img_7816.jpg"><img class="size-medium wp-image-542" title="Foto: Marcel Nakoinz" src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2012/01/img_7816.jpg?w=300&#038;h=200" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Platsch!</p></div>
<p><strong>Die Bewahrer einer Tradition</strong></p>
<p>Der gelernte Musiker kam eher zufällig dazu, das beinahe ausgestorbene Handwerk des Bonbonmachens zu erlernen. Das ständige nagen am Hungerbrot seines Künstlerdaseins leidgeworden, ergriff er darum im Juli 1992 die Chance zur Übernahme des  Bonbongroßhandels eines Freundes.<br />
In der Hoffnung auf ein geregeltes Einkommen, begann er nun, zusammen mit seiner Frau Katja Kolbe, Berliner Süßwarenläden und Marktständler zu beliefern. Als gut zwei Jahre später eine kleine Bonbonfabrik in Braunschweig kurz vor der Schließung stand, da die Betreiber in den Ruhestand gingen, entschloss sich das Unternehmerpaar kurzerhand, selbst in die Bonbonproduktion einzusteigen und konnte so viele Spezialitäten, wie die beliebten Waldmeisterblätter für die Berliner bewahren. Dabei fuhr man eine Zeit lang noch zweigleisig. So arbeitete Stecher zunächst weiterhin im Vertrieb, während sich seine Frau zuerst an die Eigenproduktion wagte.<br />
Belieferte man in der Anfangszeit der “guten alten Garage“, in der man noch über offenem Feuer mit einfachsten Mitteln traditionell Qualitätsbonbons herstellte, noch diverse Großhändler, so sollte sich das mit den zunehmenden Preiskämpfen in der Branche bald ändern: „Wenn man täglich 500 Kilogramm Bonbonmasse kocht, die schweren Töpfe stemmt und die erhärtende Masse knetet überlegt man sich schon mit der Zeit, ob sich bei den immer niedrigeren Kampfpreisen der Großhändler die Arbeit überhaupt noch rentiert“, moniert Stecher und fasst sich an die Bandscheibe. Natürlich ist es für die Händler leichter Massen von Billigbonbons abzusetzen, als Qualitätsware unter die Leute zu bringen. Eine durchschnittliche Bonbonfabrik produziert heute gut und gern eine Tonne Bonbons in der Stunde. Aber das geht unweigerlich auf Kosten des Geschmacks. Um diesen Unterschied zu betonen, entwickelte sich die Idee einer Showküche, die den Leuten zeigen sollte, dass die von Stecher und Kolbe verkauften Bonbons tatsächlich selbstgemacht sind.</p>
<p><strong>Der Showevent für Leckermäuler</strong></p>
<p>Die Realisierung der Schauküche findet erstmals 1998 in einer Fabriketage in der Weiber-Wirtschaft e.G. in Berlin-Mitte statt. Eine kleine Ladenecke für den direkten Verkauf der produzierten Bonbons deckte schon damals die Mietmehrkosten im neuen Betrieb. Im Zuge einer Altlastensanierung musste das noch junge Unternehmen jedoch erneut den Standort wechseln. Heute findet sich die Bonbonküche in den Heckmann Höfen in der Oranienburger Str. 32. „Wir haben uns mittlerweile vom Großhandelsvertrieb distanziert und kochen jetzt nur noch eigene Bonbons, die wir direkt verkaufen“, so Stecher über die Gesundschrumpfung des Unternehmens.</p>
<div id="attachment_544" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2012/01/img_8032.jpg"><img class="size-full wp-image-544" title="Foto: Marcel Nakoinz" src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2012/01/img_8032.jpg?w=500&#038;h=333" alt="" width="500" height="333" /></a><p class="wp-caption-text">Habe Spaß bei der Arbeit, dann musst du nie wieder arbeiten.</p></div>
<p>Wenn es dann von Mittwoch bis Samstag dreimal am Tag unter den Augen der Öffentlichkeit in der offenen Küche des Ladens ans Eingemachte geht und Stecher den Kochlöffel schwenkt, kommen nicht nur Stadtkinder des Bezirks aus dem Staunen und Schwärmen nicht mehr heraus. Hier darf jeder einmal anfassen und die noch unverarbeitete Rohmasse verköstigen. Breit grinsend, gibt Stecher jedem Interessierten gern Auskunft über seine Arbeit. Nur manchmal kann das auch in Stress ausarten, wenn zum Beispiel wieder einmal eine Klasse mit 50 Schülern in den kleinen Laden stürmt und Stecher um seine frei ausliegenden Waren bangen muss.<br />
Der Herstellungsprozess von insgesamt über 40 verschiedene Sorten Bonbons kann bei ihm hautnah mitverfolgt und das Ergebnis in Tüten verpackt mit nach Hause genommen oder verschenkt werden. Doch ist es ratsam sich statt einer Tüte Waldmeisterbonbons für die Mutter zu Weihnachten, lieber gleich noch eine Tüte für sich selbst mitzunehmen, denn nicht nur die Berliner sind mittlerweile völlig der süßen Versuchung in den Heckmann Höfen erlegen.</p>
<div id="attachment_545" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2012/01/img_8157.jpg"><img class="size-full wp-image-545" title="Foto: Marcel Nakoinz" src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2012/01/img_8157.jpg?w=500&#038;h=333" alt="" width="500" height="333" /></a><p class="wp-caption-text">Das leckere Produkt der Arbeit</p></div>
<h2>Ausgabe 26, December 2011</h2>
<p>Kochzeiten:<br />
Mi. &#8211; Fr. Telefonisch erfragen: 030/440 552 43<br />
Sa. 14, 16 und 18 Uhr</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schmalspurgefluester.wordpress.com/537/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schmalspurgefluester.wordpress.com/537/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/schmalspurgefluester.wordpress.com/537/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/schmalspurgefluester.wordpress.com/537/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/schmalspurgefluester.wordpress.com/537/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/schmalspurgefluester.wordpress.com/537/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/schmalspurgefluester.wordpress.com/537/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/schmalspurgefluester.wordpress.com/537/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/schmalspurgefluester.wordpress.com/537/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/schmalspurgefluester.wordpress.com/537/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/schmalspurgefluester.wordpress.com/537/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/schmalspurgefluester.wordpress.com/537/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/schmalspurgefluester.wordpress.com/537/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/schmalspurgefluester.wordpress.com/537/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schmalspurgefluester.wordpress.com&amp;blog=8699221&amp;post=537&amp;subd=schmalspurgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>2010 in review</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Jan 2011 22:21:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marcelnakoinz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freie Gedanken]]></category>

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		<description><![CDATA[The stats helper monkeys at WordPress.com mulled over how this blog did in 2010, and here&#8217;s a high level summary of its overall blog health: The Blog-Health-o-Meter™ reads This blog is doing awesome!. Crunchy numbers A Boeing 747-400 passenger jet can hold 416 passengers. This blog was viewed about 3,200 times in 2010. That&#8217;s about [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schmalspurgefluester.wordpress.com&amp;blog=8699221&amp;post=529&amp;subd=schmalspurgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>The stats helper monkeys at WordPress.com mulled over how this blog did in 2010, and here&#8217;s a high level summary of its overall blog health:</p>
<p><img style="border:1px solid #ddd;background:#f5f5f5;padding:20px;" src="http://s0.wp.com/i/annual-recap/meter-healthy2.gif" alt="Healthy blog!" width="250" height="183" /></p>
<p>The <em>Blog-Health-o-Meter™</em> reads This blog is doing awesome!.</p>
<h2>Crunchy numbers</h2>
<p><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/02/favorit45.jpg"><img style="max-height:230px;float:right;border:1px solid #ddd;background:#fff;margin:0 0 1em 1em;padding:6px;" src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/02/favorit45.jpg?w=288" alt="Featured image" /></a></p>
<p>A Boeing 747-400 passenger jet can hold 416 passengers.  This blog was viewed about <strong>3,200</strong> times in 2010.  That&#8217;s about 8 full 747s.</p>
<p>In 2010, there were <strong>19</strong> new posts, growing the total archive of this blog to 62 posts. There were <strong>79</strong> pictures uploaded, taking up a total of 60mb. That&#8217;s about 2 pictures per week.</p>
<p>The busiest day of the year was February 23rd with <strong>28</strong> views. The most popular post that day was <a style="color:#08c;" href="http://schmalspurgefluester.wordpress.de/2009/07/23/die-zahmung-der-widerspenstigen-die-emanzipation-der-frau-begann-bereits-im-mittelalter/">Die Zähmung der Widerspenstigen &#8211; die Emanzipation der Frau begann bereits im Mittelalter</a>.</p>
<h2>Where did they come from?</h2>
<p>The top referring sites in 2010 were <strong>de.wordpress.com</strong>, <strong>marthashof.org</strong>, <strong>123people.de</strong>, <strong>1harga.com</strong>, and <strong>yasni.de</strong>.</p>
<p>Some visitors came searching, mostly for <strong>brunhild</strong>, <strong>gilgamesch</strong>, <strong>berliner mauer</strong>, <strong>emanzipation der frau</strong>, and <strong>birgit möckel</strong>.</p>
<h2>Attractions in 2010</h2>
<p>These are the posts and pages that got the most views in 2010.</p>
<div style="clear:left;float:left;font-size:24pt;line-height:1em;margin:-5px 10px 20px 0;">1</div>
<p><a style="margin-right:10px;" href="http://schmalspurgefluester.wordpress.de/2009/07/23/die-zahmung-der-widerspenstigen-die-emanzipation-der-frau-begann-bereits-im-mittelalter/">Die Zähmung der Widerspenstigen &#8211; die Emanzipation der Frau begann bereits im Mittelalter</a> <span style="color:#999;font-size:8pt;">July 2009</span><br />
1 comment</p>
<div style="clear:left;float:left;font-size:24pt;line-height:1em;margin:-5px 10px 20px 0;">2</div>
<p><a style="margin-right:10px;" href="http://schmalspurgefluester.wordpress.de/2010/02/03/%e2%80%9evon-aufarbeitung-kann-uberhaupt-keine-rede-sein%e2%80%9c-der-philosoph-prof-erich-hahn-uber-vergangene-und-zukunftige-gesellschaftssysteme/">„Von Aufarbeitung kann überhaupt keine Rede sein“ &#8211; Der Philosoph Prof. Erich Hahn über vergangene und zukünftige Gesellschaftssysteme</a> <span style="color:#999;font-size:8pt;">February 2010</span><br />
1 comment</p>
<div style="clear:left;float:left;font-size:24pt;line-height:1em;margin:-5px 10px 20px 0;">3</div>
<p><a style="margin-right:10px;" href="http://schmalspurgefluester.wordpress.de/2009/09/24/gilgamesch-der-erste-held-der-menschheitsdichtung-auf-der-suche-nach-der-unsterblichkeit/">Gilgamesch! &#8211; Der erste Held der Menschheitsdichtung auf der Suche nach der Unsterblichkeit</a> <span style="color:#999;font-size:8pt;">September 2009</span></p>
<div style="clear:left;float:left;font-size:24pt;line-height:1em;margin:-5px 10px 20px 0;">4</div>
<p><a style="margin-right:10px;" href="http://schmalspurgefluester.wordpress.de/2009/07/23/don-juan-ist-tot-es-lebe-don-juan-ein-archaisches-mannerbild-im-wandel-der-zeit/">Don Juan ist tot, es lebe Don Juan &#8211; Ein archaisches Männerbild im Wandel der Zeit</a> <span style="color:#999;font-size:8pt;">July 2009</span></p>
<div style="clear:left;float:left;font-size:24pt;line-height:1em;margin:-5px 10px 20px 0;">5</div>
<p><a style="margin-right:10px;" href="http://schmalspurgefluester.wordpress.de/2010/02/03/%e2%80%9eer-war-ein-freigeist-der-das-gute-fur-den-menschen-wollte%e2%80%9c-ein-gesprach-mit-der-kuratorin-der-ausstellung-%e2%80%9egeorge-grosz-korrekt-und-anarchisch%e2%80%9c-in-der-akademie-der/">„Er war ein Freigeist, der das Gute für den Menschen wollte“ &#8211; Ein Gespräch mit der Kuratorin der Ausstellung „George Grosz. Korrekt und anarchisch“ in der Akademie der Künste (AdK) gewährt einen Blick hinter die Kulissen der Ausstellung und eines anarchischen Künstlers</a> <span style="color:#999;font-size:8pt;">February 2010</span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schmalspurgefluester.wordpress.com/529/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schmalspurgefluester.wordpress.com/529/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/schmalspurgefluester.wordpress.com/529/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/schmalspurgefluester.wordpress.com/529/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/schmalspurgefluester.wordpress.com/529/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/schmalspurgefluester.wordpress.com/529/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/schmalspurgefluester.wordpress.com/529/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/schmalspurgefluester.wordpress.com/529/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/schmalspurgefluester.wordpress.com/529/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/schmalspurgefluester.wordpress.com/529/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/schmalspurgefluester.wordpress.com/529/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/schmalspurgefluester.wordpress.com/529/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/schmalspurgefluester.wordpress.com/529/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/schmalspurgefluester.wordpress.com/529/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schmalspurgefluester.wordpress.com&amp;blog=8699221&amp;post=529&amp;subd=schmalspurgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Featured image</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Gemeinsam für Gerechtigkeit &#8211; Der Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI)* setzt sich für die Agent-Orange-Opfer in Vietnam ein</title>
		<link>http://schmalspurgefluester.wordpress.com/2010/07/05/gemeinsam-fur-gerechtigkeit-der-solidaritatsdienst-international-e-v-sodi-setzt-sich-fur-die-agent-orange-opfer-in-vietnam-ein/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 21:47:57 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_525" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/img_1579.jpg"><img class="size-full wp-image-525" title="Foto: M. Nakoinz" src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/img_1579.jpg?w=500&#038;h=333" alt="Erstunterschreiber Gesine Lötzsch, Stefan Liebich und Prinzensänger Sebastian Krumbiegel" width="500" height="333" /></a><p class="wp-caption-text">Erstunterschreiber Gesine Lötzsch, Stefan Liebich und Prinzensänger Sebastian Krumbiegel</p></div>
<p>Viele lachende Menschen wohnten heute, am 10. August 2009, vor dem  Brandenburger Tor in Berlin der feierlichen Übergabe der „größten  Postkarte der Welt“ an Klaus Wowereit, den regierenden Bürgermeister von  Berlin, bei. Das Maskottchen der diesjährigen Leichtathletik-WM, ein  lebensgroßer Plüschbär, grinste sein stoffliches Lächeln dazu. Zwanzig  Meter weiter, auf der anderen Seite des Brandenburger Tors, fordert SODI  am heutigen internationalen Tag der Agent-Orange-Opfer Entschädigung  für die über drei Millionen vietnamesischen Opfer des Herbizideinsatzes  im Vietnamkrieg.</p>
<p><strong>Stimmen aus dem Volk</strong><br />
Innerhalb eines  Jahres konnte SODI bereits 20.000 Unterschriften von Menschen sammeln,  die sich solidarisch verbunden fühlen mit den vielen Opfern dieser  ökologischen Katastrophe, deren zerstörerische Effekte auch noch über 30  Jahre nach Ende des Krieges (1975) in den Genmutationen Neugeborener  allgegenwärtig sind. Auch viele Prominente konnten für die Aktion  gewonnen werden. So gehören zu den Erstunterzeichnern unter anderem die  heute Anwesenden: Gesine Lötzsch (stellvertretende Vorsitzende der  Linksfraktion im Bundestag), Stefan Liebich (Die Linke, Mitglied des  Berliner Abgeordnetenhauses) und Sebastian Krumbiegel (Sänger der Band  „Die Prinzen“). Liebich vergegenwärtigte, wie innig er während seiner  Jugendzeit in der DDR die Solidarität mit Vietnam in der gesamten  Bevölkerung empfand, und betonte, dass gerade aufgrund der Spätfolgen  die Menschen dort heute noch genauso, wenn nicht noch mehr unserer Hilfe  bedürfen.</p>
<div id="attachment_526" class="wp-caption alignright" style="width: 510px"><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/img_1586.jpg"><img class="size-full wp-image-526" title="Foto: M. Nakoinz" src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/img_1586.jpg?w=500&#038;h=333" alt="Die Theatergruppe übergibt derweil den Scheck über die gesammelten Unterschriften" width="500" height="333" /></a><p class="wp-caption-text">Die Theatergruppe übergibt derweil den Scheck über die gesammelten Unterschriften</p></div>
<p>Beide Politiker sprachen auch die Hoffnung aus, dass  nach dem Regierungswechsel in den USA die Geschädigten die lang ersehnte  Gerechtigkeit erfahren und von den Verantwortlichen eine Entschädigung  erhalten, die ihnen nicht alles, aber zumindest ihre Würde wiedergeben  und den immer noch stockenden Wiederaufbau finanzieren helfen würde.  Bisher haben die Herstellerfirmen des Gifts (vor allem Dow Chemical und  Monsanto) nur den US-Soldaten, die mit Agent Orange in Kontakt gekommen  waren, Entschädigungen gezahlt.</p>
<p><strong>Ein Prinz in Vietnam</strong><br />
Eine  Theatergruppe übergibt derweil den Scheck (der etwas anderen Art) über  die gesammelten Unterschriften symbolisch an die Herstellerkonzerne von  Agent Orange. Für Krumbiegel ist es eine „riesen Sauerei“, die in  Vietnam passiert ist und von deren Folgeschäden er sich vor gut einem  Jahr vor Ort selbst überzeugte. Als Schirmherr der Friedensdekade (deren  Motto damals wie heute lautet: „Schwerter zu Pflugscharen“) und  Mitglied beim Aktionsbündnis Landmine war er zu dieser Reise ermuntert  worden. Man hatte ihn gefragt, ob er nicht Lust hätte, seinen Horizont  zu erweitern, worauf er prompt einwilligte, wie er mir später erzählte.  Viele verstünden sein Engagement nicht und meinten, er solle doch bei  seiner Musik bleiben, anstatt in der Welt herumzufliegen. Aber diese  Frage stelle sich für ihn gar nicht. – Gesine Lötzsch hingegen fühlt  sich mit SODI schon dadurch verbunden, dass sich deren Geschäftstelle im  Wahlbezirk der Bundestagsabgeordneten befindet – aber natürlich auch  aufgrund der Transparenz der Projekte. Sie wisse immer genau, wofür sie  spendet, und könne die Erfolge direkt sehen.</p>
<p><strong>Die Geschichte  des Gifts</strong><br />
Während des Vietnamkrieges wurden innerhalb von zehn  Jahren über 40 Millionen Liter Agent Orange als Entlaubungsmittel von  der US-Air Force über Vietnam, Laos und Kambodscha versprüht. Dieses  Gift enthielt insgesamt 360 kg des toxischen Dioxins TCDD. Bereits eine  Messerspitze davon jedoch genügt, um hunderte Menschen zu töten. Doch  damit nahm man nicht nur den Soldaten die Deckung, sondern vernichtete  auch die Ernten. Auf den Feldern wachsen bis heute nur genveränderte  Pflanzen, auf deren Verzehr die Menschen jedoch angewiesen sind. Die  Böden sind seitdem kontaminiert, genauso wie das Erbgut vieler  Vietnamesen, deren Kinder noch immer mit Missbildungen, Krebs und  anderen Immundefekten geboren werden.</p>
<p>Auf der SODI-Homepage  können Sie dazu beitragen, diesen Menschen Gehör zu verschaffen, und  etwas spenden oder online unterschreiben. Denn bis zum gesteckten Ziel  von 100.000 Unterschriften ist es noch ein weiter Weg.<br />
<strong><em></em></strong></p>
<div id="attachment_527" class="wp-caption alignleft" style="width: 510px"><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/img_1591.jpg"><img class="size-full wp-image-527" title="Foto: M. Nakoinz" src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/img_1591.jpg?w=500&#038;h=333" alt="Gemeinsam für Gerechtigkeit" width="500" height="333" /></a><p class="wp-caption-text">Gemeinsam für Gerechtigkeit</p></div>
<p><em>* SODI ist eine Nichtregierungsorganisation,  die nach eigenen Angaben Selbsthilfeprojekte der  Entwicklungszusammenarbeit in Asien, Afrika und Lateinamerika realisiert  sowie humanitäre Hilfe in Osteuropa leistet. In den letzten 20 Jahren  hat SODI über 800 Projekte auf vier Kontinenten im Wert von 55 Millionen  Euro verwirklicht.</em><br />
<em>www.sodi.de</em></p>
<h2>Ausgabe 18, September 2009</h2>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schmalspurgefluester.wordpress.com/524/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schmalspurgefluester.wordpress.com/524/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/schmalspurgefluester.wordpress.com/524/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/schmalspurgefluester.wordpress.com/524/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/schmalspurgefluester.wordpress.com/524/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/schmalspurgefluester.wordpress.com/524/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/schmalspurgefluester.wordpress.com/524/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/schmalspurgefluester.wordpress.com/524/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/schmalspurgefluester.wordpress.com/524/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/schmalspurgefluester.wordpress.com/524/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/schmalspurgefluester.wordpress.com/524/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/schmalspurgefluester.wordpress.com/524/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/schmalspurgefluester.wordpress.com/524/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/schmalspurgefluester.wordpress.com/524/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schmalspurgefluester.wordpress.com&amp;blog=8699221&amp;post=524&amp;subd=schmalspurgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Sicher ist nur das Risiko &#8211; Die momentan durch Deutschland ziehende Anti-Atom-Bewegung machte erneut Stopp in Berlin</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 21:38:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marcelnakoinz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 5. September fand die bundesweite Anti-Atom-Demonstration „Mal richtig abschalten!“ statt, auf der sich tausende Demonstranten, begleitet von Traktorfahrern aus dem Wendland, im Berliner Regierungsviertel einfanden. Sie alle demonstrierten gegen die aktuelle Diskussion um die „Renaissance der Atomkraft“. Das Hauptargument dabei: Es gäbe nirgends auf der Welt sichere Endlager für Atommüll. In die bisherige Lagerstätte [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schmalspurgefluester.wordpress.com&amp;blog=8699221&amp;post=515&amp;subd=schmalspurgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_516" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/img_1843.jpg"><img class="size-full wp-image-516" title="Foto: M. Nakoinz" src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/img_1843.jpg?w=500&#038;h=333" alt="Endlich wissen wir wohin mit dem Atommüll" width="500" height="333" /></a><p class="wp-caption-text">Endlich wissen wir wohin mit dem Atommüll</p></div>
<p>Am 5. September fand die bundesweite Anti-Atom-Demonstration „Mal  richtig abschalten!“ statt, auf der sich tausende Demonstranten,  begleitet von Traktorfahrern aus dem Wendland, im Berliner  Regierungsviertel einfanden. Sie alle demonstrierten gegen die aktuelle  Diskussion um die „Renaissance der Atomkraft“. Das Hauptargument dabei:  Es gäbe nirgends auf der Welt sichere Endlager für Atommüll. In die  bisherige Lagerstätte Asse* und auch in Gorleben dringt mittlerweile  Wasser ein und so werden diverse „Zwischenlager“ in der Nähe von  Atomkraftwerken (AKW’s) und Städten derweil zu Langzeitlagern.  Unzumutbar für betroffene Anwohner.</p>
<p><strong>Berlin: Ein Kandidat als  Endlager für Atommüll?</strong><br />
Um auf diesen Missstand aufmerksam zu  machen, tourt gerade eine Anti-Atom-Bewegung quer durch’s Land, die mit  einem nachgestellten „Castor-Transport“ überall in Deutschland auf  Endlagersuche geht. Der Auftakt dazu fand am 28. August in der  Hauptstadt statt, als den BerlinerInnen eine Idee davon gegeben wurde,  wie es ist, wenn vor ihrer Haustür ein Atommülllager zur Disposition  steht. Mit gezückten Geigerzählern schritt die Prozession an diesem Tag  von der Vattenfall-Zentrale am U-Bahnhof Zinnowitzer Straße zum  Brandenburger Tor. Dort wurden dann per Probebohrung „Bodenproben“  entnommen. Zeitweise wurde gar in Erwägung gezogen, dass die wenig  benutze Kanzlerbahn als mögliches Atommülldepot in Frage käme. Daraufhin  gab es sofort heftigen Widerstand von Schwarz-Gelb. Aber dieser perfide  Angriff einer politisch gesinnten Wespe konnte Christoph Bautz nicht  davon abhalten, seine Eröffnungsrede fortzuführen. Dieser ist  Diplom-Biologe, Politikwissenschaftler und einer der Gründer von  „Campact“, dem Veranstalter der Anti-Atom-Tour. Diese besucht bis Mitte  September noch Köln, Mainz, Frankfurt, Stuttgart, München, Nürnberg und  Münster. Vielleicht findet sich ja in einer dieser Städte eine geeignete  Endlagerstätte?</p>
<div id="attachment_517" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/img_1852.jpg"><img class="size-full wp-image-517" title="Foto: M. Nakoinz" src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/img_1852.jpg?w=500&#038;h=749" alt="Standortsuche Deutschland" width="500" height="749" /></a><p class="wp-caption-text">Standortsuche Deutschland</p></div>
<p><strong>Das gefährliche Spiel mit dem Atom</strong><br />
Mittlerweile  versammelten sich die zahllosen Schaulustigen und  sämtliche Vertreter  der Medien aus Funk und Fernsehen um das  improvisierte Rednerpult. Bautz  und weitere Redner, wie Peter Dickel  und Gerd Rosenkranz (Deutsche  Umwelthilfe), wiesen auf die Risiken der  Stromgewinnung durch AKWs hin.  So seien nicht nur die hohe Unfallgefahr  in den Kraftwerken und der  Fakt, dass es sich hierbei nicht um eine  erneuerbare Energiequelle  handle, von der man sich sowieso früher oder  später trennen müsste,  entscheidend. Auch würden munter weiter fast 500  Tonnen Atommüll jedes  Jahr in Deutschland produziert, für die es keine  Lagerstätten gäbe. Dies  nähmen die Konzerne bewusst in Kauf, da der in  AKWs gewonnene Strom  günstig zu produzieren und teuer zu verkaufen  sei. Jedes Jahr  Laufzeitverlängerung brächte ihnen so rund zehn  Milliarden Euro Gewinn.</p>
<p>Zudem  würde in AKWs aber auch fast dieselbe Technik genutzt, die zum  Bau von  Atombomben benötigt würde, was sich bereits Länder wie  Nordkorea, Indien  und der Iran zunutze gemacht hätten, so Rosenkranz<strong>.<br />
</strong></p>
<div id="attachment_519" class="wp-caption alignright" style="width: 510px"><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/img_1824.jpg"><img class="size-full wp-image-519" title="Foto: M. Nakoinz" src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/img_1824.jpg?w=500&#038;h=333" alt="Klappern gehört zum Handwerk" width="500" height="333" /></a><p class="wp-caption-text">Klappern gehört zum Handwerk</p></div>
<p><strong>Atomausstieg  selbst gemacht</strong><br />
Neben dem obligatorischen  Wachrütteln, zeigten  die Aktivisten auch Wege  auf, wie jeder Einzelne  seinen Teil dazu  beitragen kann, dass die  Hypotheken, die wir unseren  Kindern aufbürden,  nicht „strahlender“  Natur sind. Schon der einfache  Wechsel zu Ökostrom  ist eine Möglichkeit  für solche, die keine Zeit  haben, sich in  Organisationen oder Vereinen  zu engagieren. Was ist  schon ein Cent mehr  pro Kilowattstunde gegen  das gute Gefühl, den  mächtigen Energiekonzernen  ein Schnippchen zu  schlagen und das  Stromnetz zurückzukaufen? Nach  Bautz würden so auch  viele  Arbeitsplätze frei werden, die aufgrund der  bisherigen  Monopolstellung  der Atomstromerzeuger einen Marktzuwachs der   Stromerzeuger  erneuerbarer Energien verhindere.</p>
<p>Im Aufruf für die  Tour und  die bundesweite Demonstration am 5.  September in Berlin hieß  es: „Es  wird entscheidend von uns abhängen,  wie sich die Parteien nach  der  Bundestagswahl zur Atomenergie  verhalten“. Ob sich die Regierenden  von  den Aktionen tatsächlich  beeindrucken lassen, wird sich allerdings   erst noch zeigen müssen.</p>
<p><em>*  Das  Salzbergwerk war eigentlich nur als „Probelager“ gedacht und  die   Eigentumsverträge laufen zudem 2015 aus, was die Zukunft dieses  Lagers   in Frage stellt.</em></p>
<p><em>Näheres im Internet:</em><br />
<em>http://www.campact.de/atom2/demo</em><br />
<em>http://100-gute-gruende.de/index.xhtml</em></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_520" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><em><em><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/img_1795.jpg"><img class="size-medium wp-image-520 " title="Foto: M. Nakoinz" src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/img_1795.jpg?w=240&#038;h=160" alt="Wer suchet, der..." width="240" height="160" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Wer suchet, der...</p></div>
<div id="attachment_521" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><em><em><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/img_1835.jpg"><img class="size-medium wp-image-521 " title="Foto: M. Nakoinz" src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/img_1835.jpg?w=240&#038;h=160" alt="Christoph Bautz schaltet endlich mal richtig ab" width="240" height="160" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Christoph Bautz schaltet endlich mal richtig ab</p></div>
<p><em> </em></p>
<h2>Ausgabe 19,</h2>
<h2></h2>
<h2></h2>
<h2>Oktobär 2009</h2>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schmalspurgefluester.wordpress.com/515/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schmalspurgefluester.wordpress.com/515/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/schmalspurgefluester.wordpress.com/515/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/schmalspurgefluester.wordpress.com/515/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/schmalspurgefluester.wordpress.com/515/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/schmalspurgefluester.wordpress.com/515/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/schmalspurgefluester.wordpress.com/515/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/schmalspurgefluester.wordpress.com/515/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/schmalspurgefluester.wordpress.com/515/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/schmalspurgefluester.wordpress.com/515/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/schmalspurgefluester.wordpress.com/515/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/schmalspurgefluester.wordpress.com/515/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/schmalspurgefluester.wordpress.com/515/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/schmalspurgefluester.wordpress.com/515/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schmalspurgefluester.wordpress.com&amp;blog=8699221&amp;post=515&amp;subd=schmalspurgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Projekt 150 &#8211; Wie eine Gruppe von Ärzten ein voll funktionstüchtiges Krankenhaus in Nicaragua aufbaute</title>
		<link>http://schmalspurgefluester.wordpress.com/2010/07/05/projekt-150-wie-eine-gruppe-von-arzten-ein-voll-funktionstuchtiges-krankenhaus-in-nicaragua-aufbaute/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 21:11:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marcelnakoinz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor wenigen Tagen jährte sich zum 30. Mal der Sieg der Sandinisten über das Somoza-Regime. Am 19. Juli feierte die FSLN in Managua den Triumph der Nicaraguanischen Revolution. Sie übernahm ein Erbe, das nach dem jahrelangen Bürgerkrieg in einem der ärmsten Länder Lateinamerikas sowie der Korruption und dem Machtmissbrauch der wenigen bisher herrschenden Familien zusätzlich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schmalspurgefluester.wordpress.com&amp;blog=8699221&amp;post=502&amp;subd=schmalspurgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_503" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/imm014_8.jpg"><img class="size-full wp-image-503" title="Foto: Ano Ring " src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/imm014_8.jpg?w=500&#038;h=333" alt="Die Ärzte zur Gründungszeit des &quot;Krankenhaus Karl Marx&quot;" width="500" height="333" /></a><p class="wp-caption-text">Die Ärzte zur Gründungszeit des &quot;Krankenhaus Karl Marx&quot;</p></div>
<p>Vor wenigen Tagen jährte sich zum 30. Mal der Sieg der Sandinisten über  das Somoza-Regime. Am 19. Juli feierte die FSLN in Managua den Triumph  der Nicaraguanischen Revolution. Sie übernahm ein Erbe, das nach dem  jahrelangen Bürgerkrieg in einem der ärmsten Länder Lateinamerikas sowie  der Korruption und dem Machtmissbrauch der wenigen bisher herrschenden  Familien zusätzlich durch die internationale Auseinandersetzung zwischen  den Mächten des Kalten Krieges verschärft wurde.</p>
<p>Mit der  überraschenden Stabilisierung der sandinistischen Regierung, die durch  ihren Wahlsieg bei den ersten freien Wahlen im Jahre 1984 unter Beweis  gestellt wurde, erhielt die Solidarität für das geschundene Land einen  überraschenden Aufschwung. Auch die Regierung der kleinen DDR entschloss  sich nun dazu, eine helfende Hand zu reichen und eine Klinik zu  errichten. Die Schirmherrschaft über das Krankenhaus-Projekt in  Nicaragua übernahm damals das Solidaritätskomitee der DDR, welches  später von der Nachfolgeorganisation Solidaritätsdienst-international  e.V. (SODI) weitgehend fortgeführt wurde. SODI übernahm nach der Wende  viele Projekte, die ansonsten eingestellt worden wären, und baut bis  heute seine Palette weltweit unterstützter Projekte aus (wir  berichteten). Hier wollen wir nun von einem Beispiel internationaler  Solidarität berichten, die die Beteiligten auch noch Jahrzehnte nach  ihrem Engagement beschäftigt und zu einer mehr als erstaunlichen  Hilfsaktion ermutigt hat.</p>
<div id="attachment_504" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/gerateeinweisung-monitor.jpg"><img class="size-medium wp-image-504" title="Foto: Ano Ring " src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/gerateeinweisung-monitor.jpg?w=300&#038;h=200" alt="Krankenhaus Karl Marx heute" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Krankenhaus Karl Marx heute</p></div>
<p>Die Geschichte dieses ehrgeizigen  Projekts erzählt mir Dr. Ano Ring (49), Philosoph und Übersetzer für  Englisch, Spanisch und Portugiesisch. In einem kleinen Café einer noch  kleineren Berliner Vorstadt berichtet er mir davon, wie er, der von  Anfang an dabei gewesen ist, zu diesem Projekt kam. Als er sein Studium  gerade beendet hatte, wurde er in ein Dienstzimmer gewunken und gefragt,  ob er dazu bereit wäre, als Dolmetscher für ein halbes Jahr nach  Nicaragua zu fahren. Ähnlich war es auch bei den anderen  Gruppenmitgliedern, die sich gerade, als wir miteinander redeten, zur  Abschlusssitzung des vollendeten Projekts trafen.</p>
<p><strong>Wie alles  begann</strong><br />
Als die DDR 1985 beschloss, Nicaragua das Krankenhaus  „Karl Marx“ zu schenken, wurde ursprünglich an eine Art Feldlazarett in  den Kriegsgebieten im Norden des Landes gedacht. Doch dieses Vorhaben  wurde als zu gefährlich eingestuft. Stattdessen wurde ein  Kreiskrankenhaus in der Hauptstadt Managua errichtet. In einem der  ärmeren Viertel, in dem es weit und breit keine medizinische Versorgung  gab, entstand ein Gebäudekomplex mit über 200 Betten, das medizinische  Versorgung in Fachbereichen wie Chirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe,  Physiotherapie, Kinderklinik, Allgemeinmedizin, Innere Medizin und  Orthopädie bot. In der Zeit zwischen 1985 und dem Anfang der neunziger  Jahre haben alle Mitglieder der heute tagenden Gruppe einmal in diesem  Krankenhaus gearbeitet. So entstand mit der Zeit ein Kontaktnetzwerk  vieler Mediziner, die sich durch die Arbeit in dieser Klinik  kennengelernt hatten. Bis 1997 hatte die deutsche Regierung dort noch  Entwicklungshilfe geleistet, danach war das Krankenhaus vollständig in  nicaraguanische Hand übergeben worden. Der Kontakt brach allmählich ab.</p>
<div id="attachment_505" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/06_nic_han-14.jpg"><img class="size-full wp-image-505 " title="Foto: Ano Ring " src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/06_nic_han-14.jpg?w=500&#038;h=314" alt="Der erste Spatenstich in Managua Nicaragua 1985" width="500" height="314" /></a><p class="wp-caption-text">Der erste Spatenstich in Managua Nicaragua 1985</p></div>
<p><strong>Wie  alles weiterging</strong><br />
Ein damaliger Medizinstudent besuchte in Jahre  2003 nach langer Zeit das Krankenhaus und war von dessen Zustand  deprimiert. Dieser hatte teils mit der schwierigen Lage des Landes zu  tun und teils mit der nun fehlenden ausländischen Unterstützung. Zudem  gab es auch in Nicaragua zu Anfang der Neunziger eine politische Wende.  Die neue Regierung des Landes setzte jedoch kaum soziale Prioritäten und  verordnete, dass man für medizinische Versorgung bezahlen musste,  obwohl es kein Sozialversicherungssystem in Nicaragua gab.</p>
<p>Daher  entschlossen sich die ehemaligen Helfer im Jahre 2005, die Klinik, die  nun „Deutsch-Nicaraguanisches Krankenhaus“ hieß, zu ihrem 20-jährigen  Bestehen mit einer Delegation von über 30 Medizinern zu besuchen. Dort  erfuhr man, dass es dringend einer Intensivstation bedürfe, um den  350.000 Menschen, für die das Krankenhaus zuständig ist, wirksam helfen  zu können.</p>
<p><strong>Hilfe mit Hindernissen</strong><br />
Zu dieser Gruppe  gehörte auch der Intensivmediziner Dr. Kinzel, der in den Helioskliniken  Berlin-Buch arbeitet. Er machte es sich zur Aufgabe, die Geräte für  eine Sechs-Betten-Intensivstation aufzutreiben, was er dann auch über  viele Umwege in vier Jahren schaffte. Derart gewappnet, gründete man  2009 bei SODI eine Arbeitsgruppe („Projekt 150“), weil man zur  dauerhaften Unterstützung des Krankenhauses einen strukturellen Überbau  suchte, ohne selbst einen Verein gründen zu müssen. Anfang Juni diesen  Jahres installierten dann vier Ärzte die Geräte vor Ort. Jedoch sind  nicht alle Geräte auch tatsächlich angekommen. Unterwegs gingen Teile im  Wert von über 30.000 Euro in den Lagern des nicaraguanischen  Gesundheitsministeriums verloren. Die polizeiliche Untersuchung blieb  bisher ergebnislos. Nichtsdestotrotz ist die Station nun seit Juni in  Betrieb.</p>
<div id="attachment_506" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/han-mai09.jpg"><img class="size-full wp-image-506" title="Foto: Ano Ring" src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/han-mai09.jpg?w=500&#038;h=375" alt="Dieselbe Gruppe 2009. Im HG die strittigen Containerlieferungen" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Dieselbe Gruppe 2009. Im HG die strittigen Containerlieferungen</p></div>
<p><strong>Wie alles weitergehen wird</strong><br />
In der Gruppe berät  man derweil schon, wie das Krankenhaus auch in Zukunft mit Geräten und  personell unterstützt werden kann. Schließlich sind die meisten der hier  tätigen nicaraguanischen Mediziner noch Berufsanfänger und die  Gruppenmitglieder erfahrene Chirurgen, Kinderärzte, Intensivmediziner  und Anästhesisten. Da die meisten der Mitglieder jedoch in absehbarer  Zeit in Rente gehen, sehen sich nun viele dazu in der Lage, sich schon  bald noch viel intensiver um die Betreuung vor Ort kümmern zu können.  Aber auch die Modernisierung der Bettenhäuser und ein drahtloses  Computernetz stehen auf der Agenda. Dank der neuen Regierung vor Ort,  die seit einem Jahr amtiert, sind Voruntersuchungen, Sprechstunden und  Verbände nun wieder kostenlos und somit ist eines der modernsten  Krankenhäuser Nicaraguas bis auf weiteres auch für alle zugänglich.<strong><em> </em></strong></p>
<p><strong><em> </em></strong></p>
<div id="attachment_507" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/imm042_36-0.jpg"><img class="size-medium wp-image-507" title="Foto: Ano Ring" src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/imm042_36-0.jpg?w=300&#038;h=200" alt="Die Hilfe kommt an" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Die Hilfe kommt an</p></div>
<div id="attachment_508" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/dscn1143.jpg"><img class="size-medium wp-image-508 " title="Foto: Ano Ring" src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/dscn1143.jpg?w=300&#038;h=225" alt="Die Freude über die Hilfe ist immer groß" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Die Freude über die Hilfe ist immer groß</p></div>
<div id="attachment_509" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/img_1551.jpg"><img class="size-medium wp-image-509 " title="Foto: M. Nakoinz" src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/img_1551.jpg?w=300&#038;h=200" alt="Ano Ring im Interview" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Ano Ring im Interview</p></div>
<p><strong>Spendenkonto:</strong><br />
Solidaritätsdienst-international  e.V.</p>
<p>Kontonr.: 102 010 0</p>
<p>Bank für Sozialwirtschaft</p>
<p>BLZ: 100  205 00</p>
<p><em>www.sodi.de</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<h2>Ausgabe 17, August 2009</h2>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schmalspurgefluester.wordpress.com/502/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schmalspurgefluester.wordpress.com/502/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/schmalspurgefluester.wordpress.com/502/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/schmalspurgefluester.wordpress.com/502/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/schmalspurgefluester.wordpress.com/502/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/schmalspurgefluester.wordpress.com/502/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/schmalspurgefluester.wordpress.com/502/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/schmalspurgefluester.wordpress.com/502/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/schmalspurgefluester.wordpress.com/502/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/schmalspurgefluester.wordpress.com/502/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/schmalspurgefluester.wordpress.com/502/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/schmalspurgefluester.wordpress.com/502/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/schmalspurgefluester.wordpress.com/502/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/schmalspurgefluester.wordpress.com/502/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schmalspurgefluester.wordpress.com&amp;blog=8699221&amp;post=502&amp;subd=schmalspurgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Macht Humor sexy? &#8211; Nachgefragt bei denen, die es wissen müssen</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 20:54:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marcelnakoinz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der argentinische Karikaturist Guillermo Mordillo sagte einmal: „Nachdem Gott die Welt erschaffen hatte, schuf er Mann und Frau. Um das Ganze vor dem Untergang zu bewahren, erfand er den Humor.“ Das kann wohl jeder bestätigen, der sich dem Kulturclash der Geschlechter einmal ernsthaft ausgesetzt sah. Ist Humor der Zauber, der die Mars- und Venusbewohner auf [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schmalspurgefluester.wordpress.com&amp;blog=8699221&amp;post=499&amp;subd=schmalspurgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_500" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/e_t-presse-3-hl.jpg"><img class="size-full wp-image-500" title="Foto: Evi Niessner und Mr. Leu" src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/07/e_t-presse-3-hl.jpg?w=500&#038;h=361" alt="Show-Paar Evi Niessner und „das Tier“ Mr. Leu in Aktion" width="500" height="361" /></a><p class="wp-caption-text">Show-Paar Evi Niessner und „das Tier“ Mr. Leu in Aktion</p></div>
<p>Der argentinische Karikaturist Guillermo Mordillo sagte einmal: „Nachdem  Gott die Welt erschaffen hatte, schuf er Mann und Frau. Um das Ganze  vor dem Untergang zu bewahren, erfand er den Humor.“ Das kann wohl jeder  bestätigen, der sich dem Kulturclash der Geschlechter einmal ernsthaft  ausgesetzt sah. Ist Humor der Zauber, der die Mars- und Venusbewohner  auf der Erde zu dem aberwitzigen Experiment des Zusammenlebens bewegte?  Wenn man eine Venusianerin irgendwo auf dem Blauen Planeten nach den  Attributen eines Marsianers befragt, die für sie an diesem wichtig sind,  wird man so gut wie immer das H-Wort an erster Stelle genannt bekommen  und danach kommt erstmal eine ganze Weile gar nichts mehr.</p>
<p><strong>Humor  macht sexy – aber zu viel verschreckt sie!</strong><br />
Ein attraktiver Mann  hat Humor zu haben. Nicht nur weil er seinen Freunden erklären können  muss, warum er ins selbe Nagelstudio geht wie seine Partnerin. Nein, er  weiß einfach, wie man eine Frau unterhält. Und das aber bitte mit Stil!  Dass das nicht ehrlich gemeint sein muss, stört Frau dagegen weniger.  Hauptsache, er ist nicht peinlich. Denn ein Pausenclown wirkt doch meist  so sexy und erheiternd auf die Frauenwelt wie eine neue Bratpfanne zur  schrecklichen Bescherung. Das gilt aber natürlich genauso gut auch in  der anderen Richtung: denn aus eigener Erfahrung weiß ich, dass eine  Frau, die mit mir zusammen sein möchte, schon eine ordentliche Portion  Humor braucht, sonst ist sie hoffnungslos verloren. Doch wo ist die  Grenze? Wo liegt das, ganz unsexy gesprochen, Kurvenmaximum der  Humor-macht-sexy-Kurve im Koordinatensystem der Balzrituale, nach dessen  Passieren die Kurve derart in den Keller schießt wie sonst nur der  bombensichere Aktienkurs meiner Großeltern?</p>
<p><strong>Jemand, der sich  damit auskennt</strong><br />
Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, befragte  ich Personen, die sich mit diesem Thema auskennen – nämlich einige  Kabarettisten der Berliner Wühlmäuse. Ich wurde fündig beim Show-Paar  Evi Niessner und „das Tier“ Mr. Leu, das sich selbst als ein  „Sexy-Music-Comedy-Burlesque-Jazz-Blues-Oper-  Chanson-BoogieWoogie-Country-Gospel-Soul-Slapstick-  Cabaret-Varieté-Dinnershow-Kleinkunst-Circus-Gala-  Moderation-Host-Master-of-Ceremony-Show-Act“ bezeichnet. Die Show „Hot  Love in stereo“ der gelernten Opernsängerin und des Blues- und  Boogie-Pianisten spielt nicht nur mit den sozialen Konventionen des  besagten „Kurvenmaximums“, sondern sie kippt und demoliert es nach allen  Regeln aller Künste. Sie, mal lasziv und verführerisch, dann wieder  abgedreht und ins Urkomische verkehrt, ergänzt sich angenehm verrückt  mit ihm, dem mal wild gestikulierenden Harlekin, mal hechelnden und  schwitzenden Übergeschnappten, der am Piano zum Tier mutiert.  Transportiert wird das alles von der grandios inszenierten Musik einiger  der größten Hits von Edith Piaf bis Elvis Presley.</p>
<p><strong>Es ist wie  Sex</strong><br />
Diese auf der Bühne zelebrierte Leidenschaft zur Musik ist  es, die die humoristische Darbietung der Musikstücke so unfassbar  schnell zwischen Sex und Humor hin und her springen lässt. Die Grenzen  verschwimmen, als hätten sie niemals existiert. Gibt es also am Ende gar  kein Kurvenmaximum? Müssen wir vielleicht unsere eigene  Lebenskonzeption auf die gefährlichen Untiefen des deutschen Biedermeier  abklopfen, bevor wir herablassend über die Darmwinde urteilen, mit der  uns unser Lebensabschnittsgefährte durch seine Hosentrompete belustigen  will? Na schön. Vielleicht gibt es ja doch Grenzen. Aber worin liegt  dann die knisternde Erotik begründet, die der Show „Hot Love in stereo“  nun einmal einfach nicht abgesprochen werden können, obwohl sie im  Grunde von der ersten bis zur letzten Minute eine einzige liebevolle  Persiflage auf die Musikgeschichte zu sein scheint? Es geht in Evis und  Mr. Leus Show nicht darum, berühmte Lieder zu parodieren, sondern sie  durch das Setzen von humorvollen Akzenten auf neue Weise zu betrachten.  Hierbei geht es speziell um eine Art von Humor, die gerade nicht auf  dieser spießig-intellektuellen Schiene läuft, die von „stilvollen  Männern“ erwartet wird, sondern auf einer viel ehrlicheren. Man versteht  und lacht auf einer viel tiefgreifenderen Ebene, die rein körperlich  abläuft. „Zotiger Humor ist per se unsexy“, sagt Evi. „Es ist eben wie  beim Sex: Soll es sexy sein, darf man nicht darüber reden, man muss es  machen!“</p>
<h2>Ausgabe 15, Juli 2009</h2>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schmalspurgefluester.wordpress.com/499/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schmalspurgefluester.wordpress.com/499/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/schmalspurgefluester.wordpress.com/499/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/schmalspurgefluester.wordpress.com/499/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/schmalspurgefluester.wordpress.com/499/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/schmalspurgefluester.wordpress.com/499/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/schmalspurgefluester.wordpress.com/499/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/schmalspurgefluester.wordpress.com/499/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/schmalspurgefluester.wordpress.com/499/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/schmalspurgefluester.wordpress.com/499/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/schmalspurgefluester.wordpress.com/499/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/schmalspurgefluester.wordpress.com/499/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/schmalspurgefluester.wordpress.com/499/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/schmalspurgefluester.wordpress.com/499/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schmalspurgefluester.wordpress.com&amp;blog=8699221&amp;post=499&amp;subd=schmalspurgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Gebt ihnen das Geld, es gibt genug! &#8211; Das Lob des Müßiggangs Bernard Russells</title>
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		<pubDate>Sun, 16 May 2010 20:35:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marcelnakoinz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freie Gedanken]]></category>
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		<description><![CDATA[Jeder der sich schoneinmal gefragt hat ob er in diesem kapitalistischen System nicht fehl am Platze ist und warum wir Menschen bei immer leistungsfähigeren Maschinen und Verarbeitungsmethoden immer noch achtbis zwölf  Stunden am Tag ackern müssen wie vor hunderten von Jahren, während andere Menschen jahrelang unbeschäftigt bleiben müssen, nicht nur dem sei der kurze Essay [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schmalspurgefluester.wordpress.com&amp;blog=8699221&amp;post=489&amp;subd=schmalspurgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_493" class="wp-caption alignright" style="width: 510px"><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/05/img00492-20100502-14211.jpg"><img class="size-full wp-image-493" title="Foto: M. Nakoinz" src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/05/img00492-20100502-14211.jpg?w=500&#038;h=375" alt="Mein Freund der Roboter" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Mein Freund der Roboter</p></div>
<p><em><strong>Jeder der sich schoneinmal gefragt hat ob er in diesem kapitalistischen System nicht fehl am Platze ist und warum wir Menschen bei immer leistungsfähigeren Maschinen und Verarbeitungsmethoden immer noch achtbis zwölf  Stunden am Tag ackern müssen wie vor hunderten von Jahren, während andere Menschen jahrelang unbeschäftigt bleiben müssen, nicht nur dem sei der kurze Essay Bernard Russells: &#8222;Das Lob des Müßiggangs&#8220; empfohlen. Wer sich bisher vor der Lektüre Marxens dicken und an vielen Stelen veraltet wirkenden Wälzers &#8222;Das Kapital&#8220; gescheut hat, aber dennoch den Kapitalismus verstehen und bekämpfen möchte, findet hier eine kurzweilige Einführung in die gesamtgesellschaftlichen Vorgänge unserer Zeit, wenn der Text auch schon gut 75 Jahre alt ist. An der uns unbewussten Ausbeutung der menschlichen Ware &#8222;Arbeitskraft&#8220; durch die kapitalistisce Produktionsweise hat sich bis heute nichts geändert. Darum hier einige Auszüge dieses wertvollen Stücks Literatur, die tagesaktuell für sich selbst sprechen:</strong></em></p>
<p>„Ich möchte [...] in vollem Ernst erklären, dass in der heutigen Welt sehr viel Unheil entsteht aus dem Glauben an den überragenden Wert der Arbeit an sich, und dass der Weg zu Glück und Wohlfahrt in einer organisierten Arbeitseinschränkung zu sehen ist [...]. Dank der modernen Technik brauchte heute Freizeit und Muße, in gewissen Grenzen, nicht mehr das Vorrecht kleiner bevorzugter Gesellschaftsklassen zu sein, könnte vielmehr mit Recht gleichmäßig allen Mitgliedern der Gemeinschaft zugute kommen. Die Moral der Arbeit ist eine Sklavenmoral, und in der neuzeitlichen Welt bedarf es keiner Sklaverei mehr [...].“</p>
<p>„Der [erste Welt-] Krieg hat zwingend bewiesen, dass sich moderne Völker durch wissenschaftlich organisierte Produktion auf der Basis eines geringen Teils der tatsächlichen Arbeitskapazität der neuzeitlichen Welt angemessen versorgen lassen. Hätte man nach Kriegsende die wissenschaftliche Organisation, die geschaffen worden war, um die Menschen für die Front und die Rüstungsarbeiten freizustellen, beibehalten und die Arbeitszeit auf vier Stunden herabgesetzt, dann wäre alles gut und schön gewesen. Stattdessen wurde das alte Chaos wiederhergestellt; diejenigen, deren Leistungen gefragt waren, mussten viele Stunden arbeiten, und der Rest durfte unbeschäftigt bleiben und verhungern. Warum? Weil Arbeit Ehrensache und Pflicht ist und der Mensch nicht gemäß dem Wert dessen, was er produziert hat, bezahlt werden soll, sondern entsprechend seiner tugendhaften Tüchtigkeit, die in rastlosem Fleiß ihren Ausdruck findet [...]!</p>
<div id="attachment_492" class="wp-caption alignright" style="width: 510px"><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/05/img00489-20100502-14211.jpg"><img class="size-full wp-image-492" title="Foto: M. Nakoinz" src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/05/img00489-20100502-14211.jpg?w=500&#038;h=375" alt="Eine Lebenseinstellung" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Eine Lebenseinstellung</p></div>
<p>„Der Gedanke, dass die Unbemittelten eigentlich auch Freizeit und Muße haben sollten, hat die Reichen stets empört. Zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts war ein fünfzehnstündiger Arbeitstag für den Mann das Normale; Kinder arbeiteten zuweilen ebenso lange und sehr häufig zwölf Stunden täglich. Als vorwitzige Wichtigtuer darauf hinwiesen, dass das doch eigentlich eine recht lange Arbeitszeit sei, wurde ihnen erklärt, die Arbeit hindere die Erwachsenen daran, sich zu betrinken, und die Kinder, Unfug zu treiben [...] Ich höre noch eine alte Herzogin sagen: »Was wollen denn die Habenichtse mit Freizeit anfangen? <em>Arbeiten </em>sollen sie!« So offen äußern sich die Leute heute nicht mehr, aber die Gesinnung ist noch die gleiche geblieben und hat weitgehend unsere chaotische Wirtschaftslage verschuldet [...]“</p>
<p>„Wenn auf Erden niemand mehr gezwungen wäre, mehr als vier Stunden täglich zu arbeiten würde jeder Wissbegierige seinen wissenschaftlichen Neigungen nachgehen können, und jeder Maler könnte malen, ohne dabei zu verhungern, und wenn seine Bilder noch so gut wären. Junge Schriftsteller brauchten nicht durch sensationelle Reißer auf sich aufmerksam zu machen, um wirtschaftlich unabhängig zu werden, dass sie die monumentalen Werke schaffen können, für die sie heute, wenn sie endlich so weit gekommen sind, gar keinen Sinn und keine Kraft mehr haben. Menschen, die sich als Fachleute für eine besondere wirtschafts- oder staatspolitische Phase interessieren, werden ihre Ideen entwickeln können, ohne dabei im luftleeren akademischen Raum zu schweben, was der Arbeit der Volkswirtschaftler an den Universitäten so häufig einen wirklichkeitsfremden Anstrich gibt. Die Ärzte werden Zeit haben, sich mit den Fortschritten auf medizinischem Gebiet vertraut zu machen, die Lehrer werden sich nicht mehr erbittert bemühen müssen, mit routinemäßigen Methoden Dinge zu lehren, die sie in ihrer Jugend gelernt und die sich in der Zwischenzeit vielleicht als falsch erwiesen haben.“</p>
<div id="attachment_491" class="wp-caption alignright" style="width: 510px"><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/05/img00450-20100502-13101.jpg"><img class="size-full wp-image-491" title="Foto: M. Nakoinz" src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/05/img00450-20100502-13101.jpg?w=500&#038;h=375" alt="Demo zum 2. Mai in Berlin Prenzlauer Berg 2010" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Demo zum 2. Mai in Berlin Prenzlauer Berg 2010</p></div>
<p>„Vor allem aber wird es wieder Glück und Lebensfreude geben, statt der nervösen Gereiztheit, Übermüdung und schlechten Verdauung. Man wird genug arbeiten, um die Muße genießen zu können, und doch nicht bis zur Erschöpfung arbeiten müssen. Wenn die Menschen nicht mehr müde in ihre Freizeit hineingehen, dann wird es sie auch bald nicht mehr nach passiver und geistloser Unterhaltung verlangen [...]. Die normalen Männer und Frauen werden, da sie die Möglichkeit haben, ein glückliches Leben zu führen, gütiger und toleranter und anderen gegenüber weniger misstrauisch sein. Die Lust am Kriegführen wird aussterben, teils aus diesem Grunde und teils, weil Krieg für alle lang dauernde, harte Arbeit bedeuten würde. Guten Mutes zu sein, ist die sittliche Eigenschaft, deren die Welt vor allem und am meisten bedarf und Gutmütigkeit ist das Ergebnis von Wohlbehagen und Sicherheit, nicht von anstrengendem Lebenskampf. Mit den modernen Produktionsmethoden ist die Möglichkeit gegeben, dass alle Menschen behaglich und sicher leben können; wir haben es stattdessen vorgezogen, dass sich manche überanstrengen und die andern verhungern. Bisher sind wir noch immer so energiegeladen arbeitsam wie zur Zeit, da es noch keine Maschinen gab; das war sehr töricht von uns, aber sollten wir nicht auch irgendwann einmal gescheit werden?“</p>
<p>All jene die sich hier wiedererkannten sei die Demonstration zum 2. Mai empfohlen, die seit sieben Jahren in Berlin abgehalten wird. Mach mit! Rufe in deiner eigenen Stadt zur Demonstration auf! Gegen die Sklavenmoral der Arbeit!  Für Roboter! <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Für Muße für alle!! Gegen Kapitalismus und für Kommunalismus (oder so)!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schmalspurgefluester.wordpress.com/489/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schmalspurgefluester.wordpress.com/489/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/schmalspurgefluester.wordpress.com/489/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/schmalspurgefluester.wordpress.com/489/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/schmalspurgefluester.wordpress.com/489/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/schmalspurgefluester.wordpress.com/489/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/schmalspurgefluester.wordpress.com/489/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/schmalspurgefluester.wordpress.com/489/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/schmalspurgefluester.wordpress.com/489/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/schmalspurgefluester.wordpress.com/489/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/schmalspurgefluester.wordpress.com/489/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/schmalspurgefluester.wordpress.com/489/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/schmalspurgefluester.wordpress.com/489/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/schmalspurgefluester.wordpress.com/489/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schmalspurgefluester.wordpress.com&amp;blog=8699221&amp;post=489&amp;subd=schmalspurgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Einige Richtigstellungen die Regeln der Straße betreffend</title>
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		<pubDate>Sun, 16 May 2010 20:10:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marcelnakoinz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freie Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[bahn]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[ordnung]]></category>
		<category><![CDATA[philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[regeln]]></category>
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		<category><![CDATA[strasse]]></category>
		<category><![CDATA[strassenzeitung]]></category>
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		<description><![CDATA[Für wen sind Straßenzeitungen? Straßenzeitungen werden nicht, wie viele annehmen, für Obdachlose geschrieben, sondern für Sie, die sie die sozial schwachen VerkäuferInnen mit dem Kauf unterstützen. Damit Sie als Käufer neben dem guten Gefühl der Nächstenhilfe auch noch etwas Interessantes in Händen halten, kümmert sich unsere Redaktion Woche für Woche darum, Themen zu recherchieren die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schmalspurgefluester.wordpress.com&amp;blog=8699221&amp;post=483&amp;subd=schmalspurgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_487" class="wp-caption alignright" style="width: 510px"><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/05/marcel_allg-bild4.jpg"><img class="size-full wp-image-487" title="Foto: M. Nakoinz" src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/05/marcel_allg-bild4.jpg?w=500&#038;h=333" alt="Lost in Traffic" width="500" height="333" /></a><p class="wp-caption-text">Lost in Traffic</p></div>
<ol>
<li><strong>Für wen sind Straßenzeitungen?</strong> Straßenzeitungen werden nicht, wie viele annehmen, für Obdachlose geschrieben, sondern für Sie, die sie die sozial schwachen VerkäuferInnen mit dem Kauf unterstützen. Damit Sie als Käufer neben dem guten Gefühl der Nächstenhilfe auch noch etwas Interessantes in Händen halten, kümmert sich unsere Redaktion Woche für Woche darum, Themen zu recherchieren die die Touristen und Bürger dieser Stadt interessieren könnten. Wir haben dabei den großen Vorteil gegenüber anderen Medien Themen ungeschönt und aus ungewohnt offenen Blickrichtungen angehen zu können, da wir von keinerlei staatlicher oder sonstiger Unterstützung abhängig sind. Oft erreichen uns Rückmeldungen darüber, wie erstaunt unsere Leser über die journalistische Qualität unserer Artikel sind. Darüber freuen wir uns natürlich sehr.</li>
<li><strong>Wer schreibt die Artikel?</strong> Die Artikel werden zunächst einmal grundsätzlich von ungelernten interessierten Bürgern geschrieben, die sich gern in unser Projekt einbringen wollen. Jeder kann zur offenen Redaktionssitzung am Dienstagnachmittag kommen und seine eigenen Gedanken einbringen. Auch hat natürlich jeder obdachlose Verkäufer die Möglichkeit, aktiv mitzuwirken und sich so neue Handlungsfelder zu erschließen. Diese Offenheit allen gegenüber – auch und insbesondere, was finanzielle Angelegenheiten betrifft – ist ein zentrales Prinzip unserer Arbeit. Der <em>strassenfeger</em> nimmt entschieden Partei für Arme, Ausgegrenzte und Obdachlose. Wir haben keine Scheu, Missstände sowie Konflikte offen in der Zeitung zu benennen und uns auch selbst der Kritik zu stellen.</li>
<li><strong>Wie finanzieren sich Straßenzeitungen?</strong> Das ist natürlich von Zeitung zu Zeitung verschieden. Für den Berliner <em>strassenfeger</em> gilt jedoch: Die Zeitung selbst ist ein soziales Projekt, welches sich zu 100 Prozent durch den Verkauf der Zeitungen finanziert. Nebenher betreibt der gemeinnützige Dachverein „mob e.V. – Obdachlose machen mobil“ noch eine Notübernachtung, ein Notcafe und einige soziale Wohnungseinrichtungen.</li>
<li><strong>Ist der Verkauf in den U-Bahnen illegal?</strong> Nein, in Berlin gilt als einziger Stadt Deutschlands die Ausnahmeregelung, in Übereinkunft mit der BVG, dass in den Zügen Straßenzeitungen verkauft werden dürfen. Was natürlich verboten ist, ist das Betteln. „Da könnte ja jeder kommen und sein Aidsbein den Fahrgästen vorhalten. Man kann in der U-Bahn ja nicht davonlaufen“, begründet das der BVG-Pressesprecher Klaus Wazlak (siehe entsprechenden Artikel hier auf meinem Blog). Außerdem ist es natürlich für die ebenfalls nur in Berlin geduldeten Straßenmusiker ärgerlich, wenn die Fahrgäste genervt vom vielen Betteln aus den Bahnen strömen, da diese für Ihre Sitzplätze im Gegensatz zu den Verkäufern bezahlen müssen.</li>
</ol>
<p>Marcel Nakoinz</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schmalspurgefluester.wordpress.com/483/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schmalspurgefluester.wordpress.com/483/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/schmalspurgefluester.wordpress.com/483/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/schmalspurgefluester.wordpress.com/483/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/schmalspurgefluester.wordpress.com/483/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/schmalspurgefluester.wordpress.com/483/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/schmalspurgefluester.wordpress.com/483/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/schmalspurgefluester.wordpress.com/483/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/schmalspurgefluester.wordpress.com/483/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/schmalspurgefluester.wordpress.com/483/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/schmalspurgefluester.wordpress.com/483/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/schmalspurgefluester.wordpress.com/483/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/schmalspurgefluester.wordpress.com/483/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/schmalspurgefluester.wordpress.com/483/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schmalspurgefluester.wordpress.com&amp;blog=8699221&amp;post=483&amp;subd=schmalspurgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">marcelnakoinz</media:title>
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			<media:title type="html">Foto: M. Nakoinz</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Die Leiden des wilden Woelck &#8211; Von einem begnadeten Fotografen, der sich nicht zu vermarkten wusste</title>
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		<pubDate>Tue, 04 May 2010 21:25:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marcelnakoinz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Strassenfegerartikel]]></category>
		<category><![CDATA[art]]></category>
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		<description><![CDATA[Man sieht ihm sein Alter (61 Jahre) kaum an. Jugendlich wirken sein gestreiftes Achselshirt und die feuerrote stone-washed Jeans. Rebellisch blitzen Nietenbänder an Hals und Arm. Die rote Mähne bestätigt nur den ersten Eindruck von ihm: Hier steht ein Individualist, ein Dissident, ein Künstler. Marcel Nakoinz befragte Peter Woelck für den strassenfeger zu seinem Leben, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schmalspurgefluester.wordpress.com&amp;blog=8699221&amp;post=468&amp;subd=schmalspurgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_469" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/05/img_2232.jpg"><img class="size-full wp-image-469" title="Foto: M. Nakoinz" src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/05/img_2232.jpg?w=500&#038;h=749" alt="Der wilde Woelk auf seiner Vernissage in der Weißen Villa" width="500" height="749" /></a><p class="wp-caption-text">Der wilde Woelck auf seiner Vernissage in der Weißen Villa</p></div>
<p><strong><em>Man sieht ihm sein Alter (61 Jahre) kaum an. Jugendlich wirken  sein gestreiftes Achselshirt und die feuerrote stone-washed Jeans.  Rebellisch blitzen Nietenbänder an Hals und Arm. Die rote Mähne  bestätigt nur den ersten Eindruck von ihm: Hier steht ein Individualist,  ein Dissident, ein Künstler. Marcel Nakoinz befragte Peter Woelck für  den </em></strong><strong><em>strassenfeger zu seinem Leben, seiner Arbeit und  seiner Zeit bei unserer Zeitung.</em></strong></p>
<div id="attachment_470" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/05/2332.jpg"><img class="size-full wp-image-470" title="Foto: M. Nakoinz" src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/05/2332.jpg?w=500&#038;h=750" alt="Woelk verstarb Anfang März diesen Jahres an einer Herzattacke" width="500" height="750" /></a><p class="wp-caption-text">Woelck verstarb Anfang März diesen Jahres an einer Herzattacke</p></div>
<p><strong>Ein Leben voller  Schicksalsschläge</strong><br />
Der gebürtige Berliner Woelck verlebte seine  Kindheit bei der Großmutter. Denn die Eltern nahmen den Fünfjährigen  nicht mit, als sie umzogen. Zwar kommen die Eltern einige Jahre später  wieder zurück, aber als Woelck zehn Jahre alt ist, verstirbt sein Vater  bei einem Autounfall. Die Beziehung zur Mutter will sich nie normal  entwickeln. Dafür fasziniert ihn der Großvater, ein erfolgreicher  Architekt, für Musik und Malerei. Hier begann sich die Fotoleidenschaft  Woelcks abzuzeichnen, der bereits in der Schule Foto-Arbeitsgruppen ins  Leben rief. Eine Lehre zum Fotochemiefacharbeiter folgte. Ein  angefangenes Mathe- und Physikstudium langweilte ihn dagegen schnell und  so führte ihn das Leben wieder zurück in die Arme der Praxis, diesmal  in eine Drogerie.</p>
<div id="attachment_471" class="wp-caption alignleft" style="width: 273px"><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/05/img_2210pwbea1.jpg"><img class="size-medium wp-image-471" title="Foto: M. Nakoinz" src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/05/img_2210pwbea1.jpg?w=263&#038;h=393" alt="Paradiesvogel Woelk in seinem Element" width="263" height="393" /></a><p class="wp-caption-text">Paradiesvogel Woelck in seinem Element</p></div>
<div id="attachment_472" class="wp-caption alignright" style="width: 187px"><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/05/2376.jpg"><img class="size-medium wp-image-472" title="Foto: M. Nakoinz" src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/05/2376.jpg?w=177&#038;h=369" alt="Immer für einen Spaß zu haben" width="177" height="369" /></a><p class="wp-caption-text">Immer für einen Spaß zu haben</p></div>
<p>Später wurde er sogar Schwenker beim Fernsehen.  Aber an die Kamera ließ man ihn nicht und das, obwohl er bereits im  „Club der jungen Talente der Fotografie“ unter der Leitung von Arno  Fischer aufgenommen worden war und bereits im Berliner „Haus des  Lehrers“ Bilder ausstellte. „Deshalb bewarb ich mich in Leipzig zum  Fotografiestudium. Das war in der DDR die einzige Möglichkeit einer  solchen Ausbildung“, erinnert sich Woelck. Doch er wurde zunächst  abgelehnt. Nicht locker lassend, hakte er beim Professor nach. Von  dessen Hartnäckigkeit angetan, sagte dieser ihm dann doch zu. Bevor es  losging, wurde er zur Volksarmee eingezogen, konnte aber auch dort  fotografisch als Photogrammeter (für Landvermessung) tätig werden. „Ich  habe eigentlich schon immer fotografiert“, stellt Woelck fest, während  er sich nachdenklich durchs rote Haar streicht – und vor seinem  geistigen Auge erscheinen wohl die vergangenen Schauplätze. In den fünf  folgenden Studienjahren fiel Woelck immer wieder aus der Reihe, weil der  Realismus seiner Motive dem Sozialismus zu real war. Zu besoffen die  Arbeiter, zu kaputt die Häuser. Dennoch verdiente er schon als Student  nebenbei in der Leipziger Kulturabteilung ein volles Gehalt von 700  Mark.</p>
<p><strong>Der Absturz trotz ihm vorauseilenden Rufs</strong><br />
So ging  es natürlich nicht weiter. „Nach dem Studium meldete ich mich als  Freiberufler an, was darauf hinaus lief, dass ich Auftragsfotografien  für die Industrie machte“, so Woelck. Das wenig herausfordernde  Fotografieren von Hochspannungsleitungen und Stahlkonstruktionen nahm  dann mit der Wende schnell ein Ende.</p>
<p>In vorwendischer Zeit musste  Woelck einst aus seiner Leipziger Wohnung ausziehen, denn das Haus, in  dem er wohnte, sollte einem Neubau weichen. Als er sich weigerte, brach  man kurzerhand bei ihm ein und schmiss seine Arbeiten durcheinander.  Doch Woelck bekam nach dem entsprechenden Medienrummel zum Ausgleich vor  27 Jahren eine Wohnung in Berlin gestellt, in der er noch heute wohnt.  Nachdem dann die Verbindlichkeiten einiger Berliner Großaufträge  ausblieben, landete der Mann, der früher einmal Angestellte hatte, im  finanziellen Bankrott und musste seine Freiberuflichkeit aufgeben.</p>

<a href='http://schmalspurgefluester.wordpress.com/2010/05/04/die-leiden-des-wilden-woelck-von-einem-begnadeten-fotografen-der-sich-nicht-zu-vermarkten-wusste/woelck-vor-seinen-werken/' title='Foto: M. Nakoinz'><img data-attachment-id='477' data-orig-size='866,682' data-liked='0'width="150" height="118" src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/05/woelck-vor-seinen-werken.jpg?w=150&#038;h=118" class="attachment-thumbnail" alt="Woelck vor seinen Werken" title="Foto: M. Nakoinz" /></a>
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<p>Nun  Sozialhilfe beziehend, bekam er die erkämpfte Künstlerförderung nur,  wenn er nebenbei praktisch arbeitete. „Darum nahm ich meine Bilder unter  den Arm und zeigte sie dem <em>strassenfeger</em>. Als der damalige Chef  die Bilder sah, war er gleich begeistert und so begann eine gut  zweijährige Zusammenarbeit“, berichtet Woelck. Er nahm auch an  Redaktionssitzungen teil und erstellte verschiedene Fotos zur  Illustration der Artikel.</p>
<p>Im Zuge der Euro-Einführung endete die  Zusammenarbeit dann 2002, weil Woelcks Künstlerförderung eingestellt  wurde und der <em>strassenfeger </em>nicht das Geld hatte, um seine  Ausgaben für die Fotos zu decken. Seitdem wurde der Mann in unzähligen  Zeitungsartikeln als „Geheimtipp“ und „Star aller Stars“ gefeiert,  verkaufte aber weiterhin nur ab und zu ein Foto und das auch noch  unterhalb des Selbstkostenpreises. „Eigentlich müsste ich reich und  berühmt sein. Aber ein Mann, der einsam seine Fotos machen kann, lernt  dabei nicht unbedingt seine Ellenbogen einzusetzen. Ich habe einfach nie  gelernt mich zu vermarkten. Das liegt mir nicht.“, verrät Woelck. Er  hütet seine Schätze aber mittlerweile bedachter und verkauft sie nicht  mehr zu Schleuderpreisen. Er hofft auf diesem Wege den Wert seiner  Arbeiten derart zu steigern, dass ein bedeutender Galerist auf ihn  aufmerksam wird und ihn ausstellt.</p>
<div id="attachment_474" class="wp-caption alignright" style="width: 413px"><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/05/2421.jpg"><img class="size-full wp-image-474" title="Foto: M. Nakoinz" src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/05/2421.jpg?w=500" alt="Das goldene Handwerk"   /></a><p class="wp-caption-text">Das goldene Handwerk</p></div>
<p><strong>Heute wie damals</strong><br />
Jetzt  findet sich Woelck in einer ähnlichen Situation wieder wie damals in  Leipzig. Die Wohnungspreise in seinem Bezirk sind explodiert und nur er  steht noch einer gewinnbringenden Gesamtrenovierung des Hauses im Wege.  Aber er weigert sich, aus seiner Wohnung auszuziehen, liegt sie doch an  der belebten Straße, die ihn berühmt machte. Ständig halten Passanten an  und betrachten seine in den Fenstern hängenden Arbeiten. Viele  interessieren sich für seine Kunst, aber kaufen nicht – können nicht  kaufen. Woelck arbeitet nicht mehr freiberuflich und wenn er es täte,  müsste er umziehen und von seinen Arbeiten leben können. Eine Wohnung,  die groß genug ist (60 bis 80 Quadratmeter), um seine Archive und die  Fotoausrüstung zu fassen, und zudem günstig genug ist, um von Hartz IV  bezahlbar zu bleiben, findet sich höchstens am Rande Berlins. Da aber  hat er Angst, in</p>
<div id="attachment_473" class="wp-caption aligncenter" style="width: 404px"><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/05/2383.jpg"><img class="size-full wp-image-473" title="Foto: M. Nakoinz" src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/05/2383.jpg?w=500" alt="Starb er an gebrochenem Herzen?"   /></a><p class="wp-caption-text">Starb er an gebrochenem Herzen?</p></div>
<p>irgendeinem Hinterhof in Vergessenheit zu geraten. Als  ich mit ihm nach unserem Gespräch „seine“ Kastanienallee betrete, kommen  uns auch prompt einige Interessierte entgegen und freuen sich, dass sie  ihn erwischen, wo er „seinen Laden“ doch sonst so oft geschlossen  hätte. „Das ist so nicht ganz richtig“, sagt er dann mit einer gewissen  Routine, „ich hatte nur die Rollos unten, weil ich schlafen wollte.“</p>
<p><strong>Ausgabe 23, November 2009</strong></p>
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		<title>Kindersklaven &#8211; Die Globalisierung lastet auch auf den Schultern von Kindern</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 19:15:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marcelnakoinz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Suche der WDR-Reporter Rebecca Gudisch und Tilo Gummel nach Kindersklaven führt sie in ihrer erschreckenden Dokumentation von Deutschland bis in die ärmsten Regionen Indiens. Die Armut ist in verschiedenen Regionen des Subkontinents so groß, dass Eltern gezwungen sind, ihre Kinder zu verkaufen. Mit dem Versprechen, jeden Monat Geld zu schicken, werden sie von Zwischenhändlern [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schmalspurgefluester.wordpress.com&amp;blog=8699221&amp;post=461&amp;subd=schmalspurgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_462" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/04/kindersklaven.jpg"><img class="size-full wp-image-462" title="Montage: M. Nakoinz" src="http://schmalspurgefluester.files.wordpress.com/2010/04/kindersklaven.jpg?w=500&#038;h=500" alt="Der Preis westlichen Luxus ist billige Arbeitskraft" width="500" height="500" /></a><p class="wp-caption-text">Der Preis westlichen Luxus ist billige Arbeitskraft</p></div>
<p>Die Suche der WDR-Reporter Rebecca Gudisch und Tilo Gummel nach  Kindersklaven führt sie in ihrer erschreckenden Dokumentation von  Deutschland bis in die ärmsten Regionen Indiens. Die Armut ist in  verschiedenen Regionen des Subkontinents so groß, dass Eltern gezwungen  sind, ihre Kinder zu verkaufen. Mit dem Versprechen, jeden Monat Geld zu  schicken, werden sie von Zwischenhändlern angeworben. Nicht selten  sehen die Eltern jedoch weder das Geld noch ihre Kinder jemals wieder.</p>
<p><strong>Die  Werkbänke des westlichen Luxus</strong><br />
Mit versteckter Kamera und als  kaufwillige deutsche Importeure getarnt, filmen die Reporter einen Zug,  der als „Fronarbeitsexpress“ bekannt ist, und treffen dort gleich  reihenweise auf Schlepper, die sich als Onkel und Brüder der Kinder  ausgeben, aber nicht einmal wissen, wie alt ihre „Schützlinge“ sind. Das  ist Sklaventransport am helllichten Tage, im 21. Jahrhundert. Allein in  den Dörfern, in denen die Reporter ihre Suche beginnen, werden rund 600  Kinder vermisst.</p>
<p>In Neu Delhi zeigt ihnen ein Kind, wie es mit  sieben Jahren ohne Schutzbrille Schweißarbeiten verrichten musste und  dabei sein Augenlicht einbüßte. In hunderten Hinterhofwerkstätten der  Stadt arbeiten Kinder von früh bis spät, ohne irgendwo hingehen zu  dürfen. Sie schlafen meist am selben Platz und die Besitzer brüsten sich  damit, dass sie deshalb auch nachts arbeiten können, wenn es ein  dringender Auftrag verlange. Kinder, von denen die meisten noch nicht  einmal zehn Jahre alt sind, befestigen hier Pailletten auf Stoffen oder  fertigen Kugelschreiber, Döschen und Weihnachtskugeln. Was bei uns auf  Wühltischen liegt, wird hier in mitunter täglich 15-stündiger  Kinderarbeit gefertigt.</p>
<p>Die Reporter bekommen auch das  Mittagessen der Kinder zu Gesicht – in Eimern, die an Futtertröge  erinnern: „Es riecht unerträglich“, so Gudisch. Auch bei einem  vorgetäuschten Geschäftsgespräch: dieselbe Situation. Wieder Kinder, das  jüngste ist sechs Jahre alt, die sich hin und her wiegen. Ein  eindeutiges Anzeichen von Vernachlässigung. Die Produktion ist aber zu  jeder Zeit gesichert, denn es gibt keine Gesetze gegen Kinderarbeit.</p>
<p><strong>Deutschlands  dreistete Importeure</strong><br />
Der Exporteur „Exmart international“  beliefert zum Beispiel „Hoff“, einen deutschen Verkäufer von  Geschenkartikeln, der genau diejenigen Artikel anbietet, die in den  Kinderwerkstätten gefilmt wurden. Man kündigt auf Anfrage zwar die  Verträge, meint aber, man könne ja nicht alle Partner der Zulieferer  kontrollieren. Anderen Händlern erscheint es unmöglich, dass schwere  Pflastersteine von Kindern geschlagen worden sein könnten, und wenn sie  Besuche vor Ort machen, sähen sie nie Kinderarbeiter.</p>
<p>Wie aber  sonst sollten Steine aus Indien, trotz Transportkosten, halb so teuer  sein wie Steine aus Deutschland, wenn nicht durch Ausbeutung von  Arbeitskraft? In Steinbrüchen klopfen hunderte Kinder Sandstein, Marmor  und Granit. Teilweise lebt die ganze Familie hier, selbst Säuglinge. Die  Lebenserwartung liegt bei 40 Jahren, denn man stirbt sehr früh – an  Steinstaublunge. Stein für Stein wird hier nach DIN geschlagen und  Plätze bei uns (Kölner Heumarkt, Helios Klinikum in Berlin) werden damit  gepflastert. Deutsche Unternehmen weisen dagegen Zertifikate vor, die  bescheinigen, dass ihre Zulieferer keine Kinderarbeit unterstützen.  Gerade solche Papiere aber sind in Indien für ein paar Cent zu kaufen.  Wenn man ihnen Aufnahmen der Arbeitsbedingungen bei ihren indischen  Zulieferern zeigt, sagen sie nur, dass es illusionär wäre, als kleiner  Händler zu reagieren und damit die Kinderarbeit abschaffen zu wollen.</p>
<p><strong>Ein  Tropfen auf den heißen Pflasterstein</strong><br />
Der Film zeigt auch eine  Befreiungsaktion, in der die Kinder, die nie eine Schule besuchten, wie  gelähmt auf die Befreier reagieren. Die Besitzer hatten sie vor Fremden  gewarnt, sie würden nur kommen, um ihnen eine Niere herauszuschneiden.  Dabei rettet eine autonome Organisation 82 von schätzungsweise über zehn  Millionen (!) Kindersklaven in Indien, die nicht selten geschlagen und  misshandelt werden. Aber von den Entschädigungen, die ihnen zugestanden  werden, sehen sie in der Regel nichts. Viel eher geraten die Familien  wieder in Schuldenfallen von Wucherern und alles fängt von vorne an.</p>
<p>Ohne  Sklavenarbeit wäre die Globalisierung nicht in der Form möglich, wie  wir sie kennen. Wir müssten für vieles viel mehr bezahlen und viel  weniger wäre an jedem Ort sofort verfügbar. Angebot bestimmt Nachfrage –  bestimmt Menschlichkeit.</p>
<p>Das Einprägsamste des Films sind jedoch  die Nahaufnahmen der Hände von zehnjährigen Kindern, die aussehen, als  seien es die von 80-Jährigen. Das Video kann man sich frei über diesen  Link ansehen: <em>http://video.google.com/videosearch?q=Kindersklaven#</em></p>
<h2>Ausgabe 14, Juli 2009</h2>
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