Verfasst von: marcelnakoinz | 3. Februar 2010

Arbeit, Ordnung, Sparsamkeit – sind dir nütze allezeit – Ein Gespräch mit Kai Uwe Peter, dem Geschäftsführer des Sparkassenverbandes Berlin

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Der Eingang zur Zentrale der Landesbank Berlin am Alexanderplatz macht einen eher unscheinbaren Eindruck. Ganz anders kommt schon das Foyer daher: Auf dem Weg zum Pförtner schreitet man über edle kaffeebraune Bodenfliesen, die Sitzgruppen in der Ecke erinnern an eine noble Lounge, futuristisch anmutende eierförmige Lampen und schwarze Ledersessel in Chromgestellen machen viel her. Vorbei an einem zwölf Meter langen Ölgemälde, das der Geschichte des Geldes gewidmet ist, gelangt man mit einem der vier Fahrstühle in das Büro von Kai Uwe Peter, dem Geschäftsführer des Berliner Sparkassenverbandes. Er hat Philosophie und Geschichte studiert und kam nach seiner Tätigkeit als Unternehmensberater zur Berliner Sparkasse. Bei einer Tasse türkischen Tees sprach Marcel Nakoinz für den strassenfeger mit ihm über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Berliner Sparkasse.

strassenfeger: Herr Peter, was sind die Aufgaben des Sparkassenverbandes?
Kai Uwe Peter: Die Aufgaben in unserem Hause bestehen im Wesentlichen aus der bundesweiten Vertretung im Sparkassengremium, der Koordination von Projektarbeit mit anderen Sparkassen und der Unterstützung des Geschäfts der Landesbank Berlin mit den einzelnen Sparkassen.

sf: Ist Ihre Bank die größte der Hauptstadt?
K.P.: Ja und das schon seit vielen Jahren. Jeder zweite Berliner ist unser Kunde, also ca. 1,9 Millionen Menschen. Wir sind immer schnell erreichbar, an 188 Filialstandorten.

sf: Was macht die Berliner Sparkasse mit den Geldern ihrer Kunden?
K.P.: Das richtet sich nach dem klassischen Sparkassenprinzip: Die Gelder, die wir aus der Region als Einlagen bekommen, vergeben wir auch in der Region als Kredite.

sf: 2006 vollzog sich die Umwandlung der Landesbank Berlin in eine Aktiengesellschaft. Wie viel „BERLIN“ steckt denn noch in der Berliner Sparkasse?
K.P.: Das ist eine schöne Frage. Die Antwort ist: 100 Prozent.

Kai Uwe Peter

sf: Welche sozialen Projekte unterstützen Sie?
K.P.: Das gesellschaftliche Engagement der Berliner Sparkasse und der Landesbank Berlin ist vielseitig. Bereits seit vielen Jahren betreuen wir z. B. das Projekt: „CidS“, durch das wir Schulen mit Computern ausrüsten und auch gleich den richtigen Umgang mit dieser Technik erklären. Dann haben wir da eine Vielzahl von Aktivitäten unter der Überschrift: „Knax“, mit denen wir Kinder an den Umgang mit Geld heranführen. Diese erzieherische Funktion wird noch unterstützt durch die Initiative „Partner für die Schulen“. Hier vermitteln wir unter anderem Ansprechpartner und Experten für die Unterrichtsgestaltung. Ich könnte noch viele Projekte aufzählen. Die Palette reicht von Bildung über Wirtschaft, Wissenschaft bis hin zur Kultur.

sf: Worauf liegt Ihr geschäftlicher Fokus, wenn Sie sich doch von privaten Banken dadurch unterscheiden, dass die „Erzielung von Gewinnen nicht der Hauptzweck des Geschäftsbetriebes“ ist?
K.P.: An zwei Stellen unterscheiden wir uns ganz eindeutig. Das ist der öffentliche Auftrag, dem wir seit fast 200 Jahren verpflichtet sind, und das sind die Werte, die das Verhältnis zu unseren Kunden bestimmen – allen voran Sicherheit, Fairness und Nähe. Wir sind ausdrücklich die Bank für alle Bevölkerungsschichten.

sf: Was genau findet sich vom ursprünglichen Auftrag in der heutigen Firmenphilosophie Ihrer Bank wieder?
K.P.: Ursprünglich haben wir 1818 als Armenkasse begonnen. Für Privatpersonen war die Sparkasse damals die erste und einzige Möglichkeit, ihr Geld sicher zu verwahren. Das galt auch und insbesondere für kleine Summen. Dieser Tradition fühlen sich die Sparkassen noch heute verpflichtet. Aber nehmen wir den Wortlaut des besagten Auftrags: Er lässt sich eins zu eins in unsere heutige Geschäftssprache übersetzen. Dort heißt es: „Um den hiesigen Einwohnern Gelegenheit zu geben, ihre kleinen Ersparnisse zinsbar und sicher unterzubringen [= sparen], und ihnen dadurch behilflich zu sein, sich ein Kapital zu sammeln [=Vorsorge], welches sie bei Verheiratungen, Etablierung eines Gewerbes [= Existenzgründung], im Alter [= Rente] oder in Fällen der Not [= Versicherungen] benützen können.“

sf: Ist mein Geld angesichts von Wirtschaftskrise und Inflation überhaupt noch sicher?
K.P.: Insbesondere bei uns – ja! Wir haben ein hochstabiles Geschäftsmodell und zudem mit der Sparkassen-Finanzgruppe noch einen starken Verbund. Wie Sie Ihr Erspartes vor der Inflation schützen, besprechen Sie am besten mit einem unserer Berater vor Ort.

sf: Herr Peter – Vielen Dank für das Gespräch!

Ausgabe 06, März 2009

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